Allgemeine generelle Bedingungen für alle kurzfristigen Reisekrankenversicherungen der Reiseschutz-Versicherungs AG

AVB RSV 02 (01/14) Teil I Stand 01.07.2014

Die nachstehende Regelungen §§ 1 bis 10 gelten für alle kurzfristigen Reiseversicherungen der Reiseschutz Versicherungs AG mit einer Reisedauern von maximal 93 Tagen.

§ 1 Wer ist versichert?

Versichert ist die in der Versicherung namentlich genannte Person, sofern die Versicherungsprämie gezahlt wurde.

§ 2 Versicherbarer Personenkreis und Versicherungsfähigkeit

Versicherbar sind alle natürlichen Personen.

Pflegebedürftige, Personen die eine sportliche Tätigkeit gegen Entgelt ausüben, Geisteskranke, Personen die bei der Verrichtung des täglichen Lebens fremde Hilfe benötigen, Personen die mit Hilfsmittel reisen wie z.B. Beatmungsgeräte, Rollstühle, liegender Transport, begleitender Transport etc. sind trotz Beitragszahlung nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung der Reiseschutz Versicherungs AG, Berlin versichert.

§ 3 Für welche Reise gilt die Versicherung?

Der Versicherungsschutz gilt für den jeweils in der Reiseversicherung angegebenen Gültigkeitszeitraum, maximal für die Dauer des Visum. Bei multiplen Visa die zu mehrfachen Einreise berechtigen, sind die Visainhaber oft berechtigt eine gewisse Anzahl von Tagen, während eines Zeitkorridors sich in den jeweiligen Ländern aufzuhalten. In diesem Fall beginnt der Versicherungsschutz mit der ersten Einreise und dauert maximal für die Anzahl der versicherten Tage.

§ 4 Wann beginnt und wann endet die Versicherung?

Der Versicherungsschutz tritt nur dann in Kraft, wenn der Beitrag vor Reiseantritt gezahlt wurde.

Der Versicherungsschutz

  • beginnt mit dem Grenzübertritt in den versicherten Raum, frühestens zum vereinbarten Zeitpunkt.
  • endet mit dem vereinbarten Zeitpunkt, spätestens jedoch mit Verlassen des versicherten Raumes.
  • endet mit Ablauf des Visum

§ 5 In welchen Fällen besteht kein Versicherungsschutz?

Nicht versichert sind

  1. Schäden durch Streik, innere Unruhen, Kriegsereignisse, Flugzeugabsturz, kriminelle und betrügerische Handlungen, Kernenergie und Eingriffe von hoher Hand;
  2. Schäden, welche die versicherte Person vorsätzlich herbeiführt.
  3. weitere Ausschlüsse siehe spezielle Produktbedingungen

§ 6 Was muss die versicherte Person im Schadenfall unbedingt unternehmen (Obliegenheiten)

  1. Die versicherte Person ist verpflichtet,
    1. den Schaden möglichst gering zu halten und unnötige Kosten zu vermeiden;
    2. den Schaden unverzüglich der Reiseschutz Versicherungs AG anzuzeigen;
    3. das Schadenereignis und den Schadenumfang in einer Schadenanzeige darzulegen und der Reiseschutz Versicherungs AG jede sachdienliche Auskunft wahrheitsgemäß zu erteilen. Zum Nachweis hat die versicherte Person Originalrechnungen und Originalbelege einzureichen, die Ärzte von der Schweigepflicht zu entbinden und es der Reiseschutz Versicherungs AG zu gestatten, Ursache und Höhe des geltend gemachten Anspruchs in zumutbarer Weise zu prüfen, die Reisedaten anhand von Pass, Visum, Flugschein, etc zu belegen.
  2. Wird eine dieser Obliegenheiten vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt, ist die Reiseschutz Versicherungs AG von der Verpflichtung zur Leistung frei; bei grob fahrlässiger Verletzung bleibt die Reiseschutz Versicherungs AG jedoch insoweit zur Leistung verpflichtet, als die Verletzung keinen Einfluss auf die Feststellung oder den Umfang der Leistungsverpflichtung hat.

§ 7 Was gilt, wenn die versicherte Person Ersatzansprüche gegen Dritte hat?

  1. Ersatzansprüche gegen Dritte gehen entsprechend der gesetzlichen Regelung bis zur Höhe der geleisteten Zahlung auf die Reiseschutz Versicherungs AG über, soweit der versicherten Person daraus kein Nachteil entsteht.
  2. Die versicherte Person ist verpflichtet, in diesem Rahmen Ersatzansprüche an die Reiseschutz Versicherungs AG abzutreten.
  3. Leistungsverpflichtungen von anderen Leistungserbringern oder anderen Versicherungsverträgen gehen der Eintrittspflicht der Reiseschutz Versicherungs AG generell vor, auch wenn diese ebenfalls eine nachrangige Leistung vereinbart haben, unabhängig vom Abschlussdatum des Vertrages. Dies gilt insbesondere auch für die gesetzlichen Leistungen der Sozialversicherungsträger oder privaten Krankenversicherungen.

§ 8 Entschädigungleistung

Die Reiseschutz Versicherungs AG wird ermächtigt, die Entschädigungsleistung mit befreiender Wirkung direkt an den jeweiligen Leistungserbringer zu bezahlen. Die Entschädigung kann nicht abgetreten, verpfändet oder übertragen werden.

§ 9 Wann verliert die versicherte Person den Anspruch auf Versicherungsleistungen?

Die Reiseschutz Versicherungs AG wird von der Verpflichtung zur Leistung frei, wenn die versicherte Person

  1. nach Eintritt des Versicherungsfalls versucht, die Reiseschutz Versicherungs AG durch unzutreffende Angaben über Umstände zu täuschen, die für die Leistungspflicht nach Grund und/oder Höhe von Bedeutung sind;
  2. den geltend gemachten Anspruch nach Ablehnung der Leistung nicht innerhalb von 2 Jahren gerichtlich geltend gemacht wird. Die Frist beginnt erst, nachdem die Reiseschutz Versicherungs AG den Anspruch unter Angabe der mit dem Ablauf der Frist verbundenen Rechtsfolge schriftlich abgelehnt hat.
  3. die Leistungen nicht innerhalb von 3 Monaten nach dem Ablauf der Versicherung geltend gemacht worden sind.

§ 10 Welches Gericht ist für die Geltendmachung der Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag zuständig, welches Recht findet Anwendung?

Der Gerichtsstand ist Berlin / Deutschland. Es gilt deutsches Recht, soweit europäisches Recht nicht entgegensteht.

Es gelten jeweils noch die speziellen Produktbedingungen.